Sonnenstrahlen für dein Leben

„Als Erwachsene können wir miteinander sprechen und den Dingen auf den Grund gehen. Kinder sind auf unsere Empathie und unsere Bereitschaft angewiesen, wirklich verstehen zu wollen, was in ihnen vorgeht.“
- Jesper Juul

Jede „Auffälligkeit" verbirgt eine Botschaft,
die zur Entschlüsselung und Regulation einlädt.
Sie zeigt uns den Weg...
- Jeanette Scheich

Reflexintegration

Frühkindliche Reflexe entwickeln, reifen und integrieren sich optimalerweise in einer von der Natur vorgegebenen Chronologie. Sie untermauern vielfältige Entwicklungen (Motorik & Sensorik) und bilden das Fundament für die Herausbildung höherer Funktionen, wie unsere Lernfähigkeit, unser Verhalten und unser Wohlbefinden.

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Wird ein frühkindlicher Reflex nicht in dem ihm von der Natur zustehenden Zeitrahmen integriert, entsteht eine Unreife in der kindlichen Entwicklung. Diese äußert sich in unbewussten motorischen Bewegungen, die willentlich kontrolliert werden müssen, einen hohen Energieverbrauch haben und somit viel Energie binden. Die Folge sind Kompensationsleistungen, die zu eingeschränkter Lernfähigkeit, Verhaltensauffälligkeiten, Ängstlichkeit, schneller Ermüdung, reduzierter Konzentrationsfähigkeit u.v.m. führen können.

Das Ziel meiner Entwicklungsbegleitung ist die optimale Entwicklung der basalen Wahrnehmungssysteme und damit verbunden die Reduzierung von Kompensationsleistungen, so daß Potentialentfaltung möglich wird.

Reflex-Beschreibungen

Aus: „Kraftvoll ! - Reflexe prägen das Leben“ von Bärbel Hölscher

FURCHT-LÄHMUNGS-Reflex (FLR)
Auslöser: Beim Furcht-Lähmungs-Reflex (FLR) werden die Extremitäten überstreckt und das Baby erstarrt in der Bewegung. Der FLR wird visuell, auditiv, taktil, olfaktorisch und gustatorisch ausgelöst.
Erläuterungen: Der FLR entwickelt sich intrauterin und ist die Grundlage für alle anderen nachfolgenden Reflexe. Er ist eine Schreck- oder Angstreaktion und bleibt ein Leben lang bestehen.
Bei nicht voll integriertem Reflex können z. B. folgende Auffälligkeiten auftreten: ● Erstarrung bei Schrecksituationen ● Hypersensibilität gegenüber Licht, Geräuschen, Menschenmengen, Kritik - Unfähigkeit auf bedrohliche Situationen zu reagieren ● Konfliktvermeidung ● Trennungsängste ● Schulängste ● Emotionale Starre ● Gefühle können nicht gezeigt oder geäußert werden ● Absacken des Blutdrucks ● Erblassen ● Schnelle Verringerung der Körpertemperatur ● Schlaffer Muskeltonus
MORO-Reflex
Auslöser: Der Moro-Reflex wird ausgelöst bei einem plötzlichen Wechsel der Kopfpositionen zum Körper oder einer plötzlichen Lageveränderung über die vertikale Mittellinie hinaus.
Erläuterungen: Er lässt das Baby direkt nach der Geburt einatmen und den Körper sich strecken und bereitet das Baby vor, den Kopf in vertikaler und horizontaler Lage zu halten. Das Gleichgewichtssystem kommt aus der Balance, wenn es zu einer plötzlichen Lageveränderung über die Mittellinie hinaus kommt. Das Reflexmuster stellt eine Angstreaktion dar. Bei Aktivierung des Reflexes wird vermehrt Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet, wodurch die Immunabwehr gesenkt wird.
Bei nicht voll integriertem Reflex können z. B. folgende Auffälligkeiten auftreten: ● Angstgefühle ● Veränderungen verunsichern ● Übersensibilität/Dünnhäutigkeit ● Überreizung/Hyperaktivität ● verminderte Lernfähigkeit ● Lichtempfindlichkeit / Auditive Hypersensibilität - Langsames Abschreiben von der Tafel ● schnelle Ermüdung beim Lesen ● verminderte Konzentrationsfähigkeit ● niedriges Selbstwertgefühl ● Erhöhter Muskeltonus ● Allergien
ATNR (Asymmetrisch Tonischer Nackenreflex)
Auslöser: Der Reflex wird durch Kopfdrehung zur Seite aktiviert. Dadurch werden die Gliedmaßen auf derselben Seite, zu der der Kopf gedreht ist, gestreckt. Die Gliedmaßen der andern Seite werden gebeugt.
Erläuterungen: Der Reflex unterstützt die einseitigen homelateralen Bewegungen und die Entwicklung mehrerer kognitiver Systeme, wie z.B. die auditive und visuelle Wahrnehmung, die Raumorientierung und das Wahrnehmungsgedächtnis. Er ist besonders verantwortlich für die linke Gehirnhälfte und für das Sprech- und Sprachzentrum.
Bei nicht voll integriertem Reflex können z. B. folgende Auffälligkeiten auftreten: ● Auditive und visuelle Wahrnehmung & Verarbeitung sind beeinträchtigt ● Raumorientierung ist eingeschränkt ● Gedächtnis- und Merkfähigkeitsdefizite sind beobachtbar ● Die Fähigkeit, die vertikale Mittellinie zu kreuzen, ist erschwert ● Gleichgewichtsprobleme können auftreten ● Schwierigkeiten in der Rechtschreibung, Grammatik und beim Rechnen ● Schwierigkeiten bei der schriftlichen Formulierung eigener Gedanken ● Beim Lesen wird der Kopf mitbewegt, Buchstaben und Wörter werden ausgelassen ● Die Eigendynamik des Körpers verursacht hohen emotionalen Stress ● niedrige Frustrationstoleranz
STNR (Symmetrisch tonischer Nackenreflex)
Auslöser: Der STNR wird in zwei Positionen aktiviert, nämlich in der Beugung und in der Streckung. Beim gebeugten Kopf werden die Arme auch gebeugt und die Beine gestreckt. Beim gestreckten Kopf sind die Arme gestreckt und die Beine gebeugt. Die Kopfbewegung löst das Reflexmuster aus.
Erläuterungen: Der STNR schafft den Übergang von der statischen Lage zum Krabbeln mit Überkreuzbewegungen. Über das Krabbeln arbeiten beide Gehirnhälften synchron zusammen. Die Raumwahrnehmung, das dreidimensionale Sehen und Hören, die Fernsicht sowie die Zeitwahrnehmung werden angelegt.
Bei nicht voll integriertem Reflex können z. B. folgende Auffälligkeiten auftreten: ● Krabbelphase ausgelassen ● Sitzen in W-Sitzhaltung auf dem Boden ● Defizitäre Auge-Hand-Koordination ● Lese-/Rechtschreibschwierigkeiten ● Auf beiden Beinen sitzend oder Füße um die Stuhlbeine geschlungen - Kopf sinkt immer näher an den Tisch z. B. beim Schreiben, Lesen .... - Probleme beim Abschreiben von der Tafel - Zeilenverlust beim Lesen

Visuelles Wahrnehmungstraining

Visuelle Wahrnehmung beschreibt die Aufnahme von optischen Reizen durch das Auge sowie deren Verarbeitung, Speicherung und Interpretation im Gehirn. „Sehen lernen“ und „visuelle Wahrnehmung“ sind nicht angeboren - es sind umfangreiche Lernprozesse. Bei einer visuellen Wahrnehmungsstörung werden Eindrücke, die beim Sehen gewonnen werden, im Gehirn nicht richtig verarbeitet. Die Entwicklung, Ausreifung und Automatisierung der visuellen Fähigkeiten

Augenfolgebewegungen - Vergenz - Akkommodation - Visualisierung

...gehört zu den Basiskompetenzen für optimales Lernen & Verhalten. Das visuelle Wahrnehmungstraining meiner Entwicklungsbegleitung ist verbunden mit der Integration persistierender frühkindlicher Reflexe.

Empfehlung: Kurzfilm „Visuelle Wahrnehmung“
Quelle: (www.optometrie-blickweise.de)

Auditives Wahrnehmungstraining

Auditive Wahrnehmung besteht aus der Aufnahme von Tönen und Geräuschen von außen über das Ohr,
sowie der inneren Verarbeitung und Umsetzung des „Gehörten“ im Gehirn.
Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen sind Defizite in der Weiterverarbeitung gehörter Informationen.
Meine Entwicklungsbegleitung beinhaltet das Training der Basiskompetenzen für die Aufnahme, Weiterleitung und Verarbeitung akustischer Reize/Signale im Gehirn. Mit speziell entwickelten Geräten werden Teilbereiche der Hörwahrnehmung individuell trainiert.

  • Folgende Grundfertigkeiten werden trainiert:
  • Auditive Ordnungsschwelle
    Höreindrücke schnell zu verarbeiten ist wichtig für Hören und Verstehen
  • Richtungshören
    Ist wichtig, um Klassenlärm auszublenden und sich auf die Lehrerstimme konzentrieren zu können
  • Tonhöhenunterscheidung
    Ist wichtig für das Erkennen von Vokalen und Sprechmelodie
  • Auditiv-motorische Koordination
    Fördert die Vernetzung verschiedener Bereiche des Gehirns
  • Wahl-Reaktionszeit
    Ist wichtig, um gesprochene und geschriebene Texte schnell und treffsicher zu verstehen
  • Frequenzmuster-Erkennung
    Ist wichtig zum Entschlüsseln der Sprechmelodie
  • Tonlängenunterscheidung
    Ist wichtig, um den Sprechrhythmus zuverlässig zu entschlüsseln
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Bal-A-Vis-X

Die Grundlagen für Lernen sind rhythmische, zielgerichtete, aufmerksame und koordinierte Bewegungen.

Die Bal-A-Vis-X-Übungen fördern die Gehirnorganisation und damit verbunden die Qualität der basalen Wahrnehmung. Sie werden mit Sandsäckchen, Bällen und Balance-Boards mit aufsteigendem Schwierigkeitsgrad ausgeführt.

Liebevolles Miteinander

Gelingende Beziehungen zeichnen sich durch gelebte Gleichwürdigkeit, Authentizität und Integrität aus.
Die beiden Grundbedürfnisse sich sicher & verbunden fühlen bilden das Fundament für die Entwicklung von Selbstwertgefühl und Beziehungskompetenz. Gemeinsam die Botschaften „auffälligen“ Verhaltens entschlüsseln, ist eine tragende Säule meiner Entwicklungsbegleitung.

ICH + DU = WIR
Ich bin wichtig - Du bist wichtig
Ich sehe mich - Ich sehe Dich
Ich höre mich - Ich höre Dich
Ich nehme mich ernst - Ich nehme Dich ernst
Ich wertschätze mich - Ich wertschätze Dich

Was brauche ich? - Was braucht mein Kind? - Was brauchen wir?

Selbstregulation

„Wir leben in einer Welt, die sich beständig in uns und um uns herum verändert.
Unser Überleben und unser Wohlbefinden sind auf ein flexibles, schwingungsfähiges Nervensystem angewiesen, um entsprechend angemessen auf Veränderungen in unserem eigenen Organismus und unserer Umgebung reagieren zu können. (Stanley Rosenberg)

Was ist Selbstregulation?
Selbstregulation ist die Fähigkeit eigene Gedanken, Gefühle, Impulse, Aufmerksamkeit, Handlungen und Verhalten zu steuern (regulieren) und an die Anforderungen der jeweiligen Situation anpassen zu können. Eine gute Selbstregulationsfähigkeit fördert Wohlbefinden, Gesundheit und ein liebesvolles Miteinander …..

Co-Regulation

Die Voraussetzung für Co-Regulation ist eine gute Selbstregulationsfähigkeit. Um gesund wachsen zu können, müssen sich Kinder in ein reguliertes Nervensystem einklinken können .... sie sind auf die Co-Regulation von Erwachsenen angewiesen.

TCM

Traditionelle chinesische Medizin

Die Traditionelle chinesische Medizin sieht den Menschen als Ganzes. Eine gesunde Lebensführung ermöglicht einen freien Energiefluß im Meridiansystem. Die Organuhr dient als Kompass. Meine Entwicklungsbegleitung umfasst die Grundlagen gesunder Lebensführung.

Kinesiologie

Pädagogische Kinesiologie & Entwicklungskinesiologie

Der Begriff Kinesiologie kommt aus dem Griechischen „kinesis“ und „logos“ und bedeutet die „Lehre von der Bewegung“ Das Ziel der Kinesiologie ist es, durch Aktivierung der Körperenergien das körperliche, seelische und geistige Gleichgewicht, die Balance zu erhalten oder wiederherzustellen.

Lerntherapie

Die Auswahl der lerntherapeutischen Elemente während der Entwicklungsbegleitung wird individuell ausgewählt.
Darüber hinaus arbeite ich interprofessionell mit den beiden Lerntherapeutinnen Bernhilde Brandhofe und Luisa Brand zusammen.